Stefan Lobenwein 21 Januar 2015

Zahnriemen

Durch Zahnriemenwechsel teure Folgekosten vermeiden

Der Zahnriemen – warum der regelmäßige Wechsel wichtig ist

Der Zahnriemen, welcher in Fachkreisen auch als Steuerriemen bezeichnet wird, befindet sich an der Frontseite des Motors. Er wird von der Kurbelwelle angetrieben. Der Zahnriemen überträgt die Kraft der Kurbelwelle über mehrere Umlenkrollen auf die Nockenwelle. Diese sorgt wiederum für den reibungslosen Ablauf des Öffnens und Schließens der Motorventile.

Der Impuls der Drehungen wird dabei in einem vorher bestimmten Verhältnis von 1:2 übertragen. Die exakt aufeinander abgestimmten Steuerzeiten sorgen dafür, dass der Motor ruhig und gleichmäßig läuft. Zumeist steuert der Zahnriemen auch die Lenkhilfepumpe oder Wasserpumpe mit an. 

Wird nun der Zahnriemen nicht regelmäßig gewechselt und versagt er seinen Dienst, kann im schlimmsten Fall ein Motorschaden oder gar ein Totalschaden drohen.

Der Zahnriemen in seiner Beschaffenheit

Erhältlich in unterschiedlichen Längen und Breiten sowie Querschnitten besteht der Zahnriemen zumeist aus fadenverstärktem Gummi. Die Zähne des Zahnriemens, welche entlang der Innenseite verlaufen, sind anders als beim Keilriemen aus Polyurethan oder Neopren gefertigt. Die Zähne des Zahnriemens greifen wiederum in die Zähne der Räder. Die Kraftübertragung findet beim Zahnriemen formschlüssig statt. Der Zahnriemen läuft also ohne Schlupf. Er kann dadurch nicht über die Kurbelwelle oder Nockenwelle rutschen. Die wirkenden Kräfte sind dabei deutlich höher als die des Keilriemens.

Der Zahnriemen und seine durchschnittliche Lebensdauer

Je nach Hersteller, Fahrzeugtyp und Fertigungsmethode ist die Lebensdauer eines Zahnriemens unterschiedlich lang. Die Empfehlungen der Hersteller zum Zahnriemenwechsel variieren dabei zwischen 60.000 km bis hin zu 120.000 km Motorlaufleistung. Angeraten wird der Wechsel häufig bei 100.000 km. Nur in seltenen Fällen garantieren einige wenige Hersteller die lebenslange Haltbarkeit eines Zahnriemens. Es ist anzuraten, sich unbedingt an die Empfehlung des Herstellers bezüglich des Zahnriemenwechsels zu halten. Gerade bei diesem sensiblen Bauteil sollte immer auf Nummer sicher gegangen werden.

Die Empfehlungen des Herstellers sind im Bedienungshandbuch Ihres Wagens nachzulesen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich direkt an Ihre Autowerkstatt Ihres Vertrauens. Bedenken Sie in jedem Fall die möglichen Folgen eines gerissenen Zahnriemens, denn dieser Umstand kann bis zu einem Totalschaden führen, wenn der Motor in Mitleidenschaft gezogen wird.

Neben dem vollständigen Wechsel des Zahnriemens gemäß Herstellerangaben sollten Sie in regelmäßigen Abständen Ihre Autowerkstatt des Vertrauens dazu anhalten, die Spannung und den Zustand des Zahnriemens im Rahmen des Services zu überprüfen. Empfohlen wird dieser alle 30.000 km Motorlaufleistung.

Der Zahnriemenwechsel und die anfallenden Kosten

Die Kosten für einen Zahnriemenwechsel variieren stark von Werkstatt zu Werkstatt. Ein weiterer Aspekt zu den variierenden Kosten des Zahnriemenwechsels ist die Abhängigkeit von Hersteller und Modell. In der Regel beginnen die Kosten für einen Zahnriemenwechsel bei rund 200 Euro. Je nach Motorgröße und verbauter Technik können die Kosten des Zahnriemenwechsels bis zu mehreren 1.000 Euro betragen. Trotz der relativ hohen Kosten für einen Zahnriemenwechsel, sind diese im Wesentlichen noch geringer als die Kosten eines zu regulierenden Motorschadens. Die wesentlichen Kosten des Zahnriemenwechsels betreffen dabei den Aus- und Einbau und nicht den Zahnriemen selbst. Dieser kostet nur wenige Euro. Der fachgerechte Aus- und Einbau des Zahnriemens erfordert jedoch fachliches Know-how. Sie sollten einen Zahnriemenwechsel ausschließlich von einer Fachwerkstatt durchführen lassen.

Der Zahnriemenwechsel – das kann doch so schwer nicht sein?!

Natürlich ist der Zahnriemenwechsel in Eigenregie möglich, sei es nun um Kosten zu sparen oder seinem „Schrauberhobby“ nachzugehen. Bedenken Sie jedoch, dass der Zahnriemen zumeist schwer zugänglich ist. Weiterhin sollten Sie bedenken, dass nicht jeder Motorraum gleich ist. Es ist also nicht selten der Fall, dass um an den Zahnriemen zu gelangen neben der Lichtmaschine, der Luftfilter oder die Wasserpumpe zunächst entfernt werden müssen. Einige Autotypen erfordern sogar das Entfernen aller genannten Komponenten um an den Steuerriemen zu gelangen.

Neben dem Ausbau diverser Teile kommt erschwerend hinzu, dass beim Einbau Kurbel- und Nockenwelle wieder punktgenau justiert werden müssen. Schließlich ist es unerlässlich, dass nach dem Einbau alle Ventile wieder den notwendigen Abstand zu den Kolben haben müssen. Das erfordert nicht nur fachliches Wissen, sondern auch etwas Geschick und Übung. Als Laie sollte man sich aus diesem Grund lieber nicht selbst an einem Zahnriemenwechsel versuchen und diesen Job den Fachmännern seiner Autowerkstatt des Vertrauens überlassen.

 

Ihr Starker Partner in der Region

Ansbach, Gunzenhausen, Merkendorf, Wolframs Eschenbach, Burgoberbach, Weidenbach, Ornbau, Mitteleschenbach, Haundorf, Lichtenau, Windsbach, Herrieden, Neuendettelsau, Arberg, Absberg, Weihenzell, Sachsen bei Ansbach, Petersaurach, Bechhofen, Heilsbronn, Wieseth, Spalt und Muhr am See